Chor

Das CMAU – Consortium Musicum Alte Universität – wurde 1978 von Martin und Ingrid Sieghart als Chor der Wiener Universitätskirche gegründet. Von 1994 bis 2017 leitete Professor Christian Birnbaum den Chor und führte ihn zu großartigen Erfolgen. Mitte 2017 übernahm Stefan Zikoudis die musikalische Leitung.

Bis heute ist der Chor seinem Auftrag treu geblieben, als Amateurensemble professionell Kirchenmusik zu singen. Fast alle großen lateinischen Messen der Wiener Klassik und Romantik so wie verschiedene Werke des Barock sind in seinem Repertoire. An einem Sonntag im Monat wird ein Hochamt musikalisch vom CMAU in der Wiener Jesuitenkirche gestaltet. Daneben trat das CMAU auch regelmäßig als Konzertchor auf mit Werken wie Bachs Matthäuspassion, dem Verdi-Requiem oder der 9. Symphonie von Beethoven im großen Musikvereinssaal. „Elias“ von Mendelssohn-Bartholdy, Mozart-Requiem und Uraufführungen von Blaimschein und Holik: All das dokumentiert das breite Spektrum des Chores. mehr

Ein besonderer Höhepunkt war der Konzertzyklus zum 25-jährigen Chorjubiläum mit der Aufführung des Brahms-Requiems und der Uraufführung des Oratoriums „Sonnengesang“ von Kurt Schwertsik. Mit musikalisch hochwertigen Zyklen von je 10 Messen der Komponisten begingen wir „Mozart Sakral 2006“ und das Haydn – Gedenkjahr 2009.

In den Jubiläumsjahren – 2008 und 2013/14 – feierte der Chor sein 30- und 35-jähriges Jubiläum mit einer vielbeachteten und umjubelten Aufführung von Haydns „Die Schöpfung“ und mit dem „Gloria“ von Vivaldi und den „Coronation Anthems“ von Händel in der Wiener Jesuitenkirche (Universitätskirche).

Mit dem AOV – Akademischer Orchesterverein in Wien – verbindet uns eine langjährige musikalische Freundschaft.
2007 gelang eine äußerst packende Wiedergabe der „Carmina Burana“ von Carl Orff im goldenen Saal des Musikvereins. 2013 führten wir die selten gespielte „Erste Walpurgisnacht“ und 2014 den „Lobgesang“ von Mendelssohn-Bartholdy auf.
Am 8. Dezember 2015 gelangte „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn im großen Musikvereinssaal unter großem Jubel des Publikums zur Aufführung.

Zu Pfingsten 2016 sang das Consortium Musicum auf Einladung von Herrn Prof. Adolf Ehrentraud – Präsident der Internationalen Ignaz Joseph Pleyel Gesellschaft – die Missa Solemnis in D, Ben 756 von Ignaz Joseph Pleyel zur feierlichen Eröffnung des Pleyel-Kulturzentrums in Ruppersthal. 

Im September 2017 erfolgte eine weitere Zusammenarbeit mit Professor Adolf Ehrentraud und der Internationalen Ignaz Josef Pleyel Gesellschaft (IPG) in Ruppersthal. Das Consortium Musicum wirkte sowohl sängerisch als auch darstellend an der szenischen Uraufführung “Pleyel lebt” mit. Dirigent des umfangreichen Projekts war Professor Christian Birnbaum, der neben dem CMAU auch die ungarische Camerata pro Musica leitete. Erstmals erklang hier “Die Hymne zum 10. August” (“LA REVOLUTION DU DIX AOUT 1792, OU LE TOCSIN ALLÈGORIQUE”, 1793, Ben 706 von Ignaz Joseph Pleyel).

Chorleiter

Stefan Zikoudis

Geboren in Pavia, begann er schon in sehr jungen Jahren mit dem Klavierstudium. Als Gewinner von nationalen und internationalen Wettbewerben machte er auf sich aufmerksam. Er war erst 14 Jahre alt, als M. Abbado, der damalige Direktor des Konservatoriums für Musik Giuseppe Verdi in Mailand, ihn einlud, am Konservatorium zu studieren. Dort diplomierte er in den Fächern Klavier und Cembalo und absolvierte ein postgraduales Studium (Doktorat) in Hammerklavier, Barockorgel und Cembalo. Ein privates Gesangsstudium bei Prof. Jolanda Torriani erweckte in ihm die Leidenschaft für die Oper und die Pflege der italienischen Sprache, und durch den Schauspieler Sergio Ladu entdeckte er seine Leidenschaft für Theater und italienische Literatur. mehr

Bei Prof. Arturo Sacchetti studierte er Orgel und Komposition. Er setzte seine Studien in der Schweiz an der Musikuniversität fort, wo er den Master in Musikpädagogik (Klavier, Cembalo) und das Diplom in Konzertfach erhielt. In Wien studierte er am Prayner Konservatorium Dirigieren und graduierte im Juni 2010 mit Auszeichnung. Er belegte Meisterkurse u.a. bei Svjatoslav Richter, Jasper Christeensen, Vittorio Ghielmi und Kenneth Gilbert. Teilnahme am Opus Omnia von J.S. Bach und D. Scarlatti für die „Serate musicali di Milano“. Von 1995 bis 2006 Tätigkeit als 1. Organist und Kapellmeister im Dom von Pavia. 2007 dirigierte er seinen Chor bei einer von Papst Benedikt XVI. gelesenen Messe in Pavia, welche weltweit im Fernsehen übertragen wurde. Rege Konzerttätigkeit als Solist, Kammermusiker und Dirigent in ganz Europa.

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