Missa Brevis in B  ‘Loretomesse´  KV 275

Wolfgang Amadeus Mozart

Die Uraufführung dieser Messe fand am 21. Dezember 1777 In der Stiftskirche zu St Peter in Salzburg statt.

Mozart war von Salzburgs Erzbischof Coloredo dazu angehalten worden, seinen musikalischen Beitrag zur Messe möglichst knapp zu gestalten, was dazu führte, dass er beispielsweise im Kyrie die Worte „Christe eleison“ nicht separat auskomponierte, sondern zugleich mit „Kyrie eleison“ erklingen ließ.

Das schnelle Gloria wirkt sehr feierlich, enthält – der Forderung nach einem kurzen Werk gehorchend – so gut wie keine Textwiederholungen.

Im Credo erlaubte sich Mozart neben einem durchgehend geschwinden Tempo nur wenige langsame Sequenzen, wie etwa beim „et incarnatus est“ und „Crucifixus“.

Sanctus – mit einem recht kurz ausgeführeten ruhigen Fugato – und Benedictus – für Solosopran – schließen beide mit dem lebendigen „Hosanna in excelsis“.

Das „Agnus Dei“ bildet den längsten Satz dieser Messe.

Sein dramatischer Beginn mit einer Art Aufschrei des Chores, Oktavsprung im Sopran und Chromatik in der Altstimme bringen neue musikalische Elemente in dieses Werk, das nach den erstaunlich langen 150 Takten des „Dona nobis pacem“ in einem eindrucksvollen Piano endet.